Bericht von Alfred Quick II Herrentour ins Saarland des SGV Freundschaft Käfertal 30 aktive Sänger und 1 passives Mitglied trafen sich morgens pünktlich um 7.30 Uhr zur Abfahrt ins Saarland. Nach der Begrüßung durch den Vergnügungsleiter Klaus Kreysa und den Busfahrer „Branko“ machten wir bereits nach einer Stunde Rast auf einem Autobahn- parkplatz zu einem mitgebrachtem 2. Frühstück. Unter der Leitung unseres 1. Vorsitzenden und Vize-Dirigenten Kurt Heck sangen wir noch 2 Lieder bevor wir nach Hauenstein weiterfuhren. In Hauenstein besichtigten wir das dortige Schuhmuseum. Eine Führerin zeigte und erklärte uns die Schuhfertigung der letzten 100 Jahre. Auch Schuhe bekannter Sportler wie Boris Becker, Steffi Graf etc. waren dort ausgestellt.
Anschließend besichtigten wir die „Gläserne Schuhfabrik Josef Seibel“. Dort bekamen wir als Kontrast einen Einblick in die heutige, moderne Schuhfertigung. Danach ging es weiter Richtung Saarbrücken, unterwegs verzehrten wir noch die Frühstücksreste vom Vormittag. In Saarbrücken bezogen wir unser Hotel „MADELEINE“, mitten in der City gelegen. Nachdem die Koffer ausgepackt waren und wir uns frisch gemacht hatten, gingen wir in die Gaststätte "Zum Stiefelbräu“, wo wir an allen 3 Tagen das Abendessen einnehmen konnten. Es gab dort überwiegend saarländische Spezialitäten und ein gutes Bier. Den weiteren Abend verbrachte jeder nach Lust und Laune. Am nächsten Morgen, nach einem reichlichem Frühstück, fuhren wir nach Merzig in das dortige Wolfsgehege, wo uns der bekannte Wolfsforscher Werner Freund einen interessanten Vortrag über Wölfe hielt. Anschließend führte er uns vor, wie er als Leitwolf unter Wölfen lebt und anerkannt ist. Nach seinen eigenen Worten muß er dabei nicht wie ein Mensch, sondern wie ein Wolf denken. Nach der Besichtigung kehrten wir zur Stärkung in das dortige Schützenhaus ein. Hier zeigte unser Neumitglied Wolfgang Friemel zu unserer aller Überraschung seine hervorragenden solistischen Fähigkeiten und auch unser Chor sang noch einige Lieder. Nachmittags hatten wir beim „Weltkulturerbe Völklinger Hütte“ eine hoch interessante Führung von über 2 Stunden. Die Hütte ist Zeugnis der Industriegeschichte der vergangenen beiden Jahrhunderte. Sie wurde 1873 gegründet und 1986 stillgelegt und gab zu ihren besten Zeiten 17.000 Menschen Arbeit. In der noch gut erhaltenen Gebläsehalle mit ihren gigantischen Maschinen und toller Akustik, sangen wir zwischendurch auch ein Lied. Wir durchquerten das 600.000 qm große Gelände mit seinen Anlagen und bestiegen zum Schluß in luftiger Höhe die 30 Meter hohe Gichtbühne. Nach der Führung waren wir ziemlich geschafft. Einige Heinzelmännchen hatten jedoch für jeden ein frisch gezapftes Bier organisiert, was uns köstlich mundete. Nach der Heimfahrt und Abendessen stand der Abend wieder zur freien Verfügung.
Am 3. Tag fuhren wir morgens zur „Römischen Villa“ in Perl-Borg. Dort wurden vor ca. 100 Jahren Spuren einer römischen Siedlung gefunden, seitdem finden Ausgrabungen statt. Die Villa besteht aus 3 Gebäudeflügeln: „Herrenhaus“, „Villenbad“ und „Wohn.-u. Wirtschafts-gebäude“. Sie wurden nach Originalfunden und Plänen wieder neu aufgebaut und gibt Zeugnis über das Leben der Römer. Bei einer Führung bekamen wir viel erklärt. Nachmittags fuhren wir nach Mettlach und hatten dort 3 Std. Zeit zur freien Verfügung. Einige wanderten zur Burg „Montclair“, andere machten einen Stadtbummel durch die vielen Villeroy & Boch-Läden, wieder andere besuchten das dortige Museum. Anschließend fuhren wir durch die „Keuchinger Schweiz“ zum Aussichtspunkt Cloef mit herrlichem Saarschleifen-Ausblick. Am Abend hieß es dann schon wieder „Kofferpacken“.
Nachdem wir uns mit einem Lied vom Hotelpersonal verabschiedet hatten, startete der Bus am nächstem Morgen zum letzten Tag. Zuerst besichtigten wir eine kleine Topfsteinhöhle, nahe der französischen Grenze, danach fuhren wir nach Nonnenweier zum „Keltischen Ringwall von Otzenhausen“ aus dem 1.Jh. vor Chr.. Dort wanderten wir fast 2 Std. über den zum Teil sehr steinigen Weg, wobei uns ein Führer viele historische Hinweise gab. Weiter ging es nun hungrig und durstig Richtung Pfalz nach Neustadt-Geinsheim. Im dortigen Weinhaus „Kästel“ konnten wir uns nochmals stärken, bevor wir nun endgültig die Heimreise antraten. Pünktlich um 21.00 Uhr wurden wir vor unserem Sängerlokal „Waldpforte“ in der Lampertheimerstr. von unseren „Lieben“ mit kritischem Blick in Empfang genommen. Es waren 4 wunderschöne Tage, nochmals herzlichen Dank bei unseren Vergnüguns-Kommisaren Klaus Kreysa, Alois Hofmeister und Holger Kistenmacher, die die Reise hervorragend vorbereitet und organisiert hatten. Nicht zu vergessen unser Busfahrer Branko, der uns mit ruhiger Hand und sicher durch die Gegend kutschierte. Alfred Quick II |